R e i n h a r d   G u s k y

Reinhard F. Gusky ist ein Karl-May-Forscher. Er ist gebürtiger Naumburger, lebte von 1984 - 2009 in Bochum. Er ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und wird von der Bild-Zeitung gern als der Historiker der Karl-May-Gesellschaft bezeichnet.


NTB 20.09.2013


Bild  16.09.2013



NTB 30.03.2013



Burgenlandjournal  31.03.2012


 









 

Winnetou in der Domstadt

VON HANS-DIETER SPECK, 17.02.12

Beschäftigt sich seit 1955 mit dem Werk Karl Mays: der Naumburger Amateurforscher und Sammler Reinhard F. Gusky. (FOTO: HANS-DIETER SPECK)

NAUMBURG. Die Domstadt Naumburg möchte den Kongress der Karl-May-Gesellschaft im Jahr 2015 in Naumburg ausrichten. Dazu hat es erste Gespräche mit Vertretern der Gesellschaft gegeben, wie der für Kultur zuständige Naumburger Bürgermeister Gerd Förster bestätigte. Am 15. März kommen Geschäftsführer und Schatzmeister einer der größten literarischen Gesellschaften nach Naumburg, um die Modalitäten zu prüfen.
Die 1969 gegründete Karl-May-Gesellschaft (KMG) zählt 1 700 Mitglieder in 20 Ländern. Sie versteht sich als Sammelpunkt der Forschung und als Vereinigung all derer, die von Karl May fasziniert sind. Dazu hat die Vereinigung ein umfangreiches Reprintprogramm des Werkes entwickelt und ein vielfältiges Forum geschaffen. Karl-May-Kongresse finden aller zwei Jahre an wechselnden Orten statt. Im vergangenen Jahr war das Wolfenbüttel, 2013 wird das zum hundertjährigen Jubiläum der Karl-May-Stiftung Radebeul sein.
In Wolfenbüttel wurde der Vorschlag gemacht, die Jahrestagung 2015 in Naumburg auszutragen, was auf der Mitgliederversammlung unterstützt wurde. Naumburg hatte - wie das Naumburger Mitglied der Karl-May-Gesellschaft, Reinhard F. Gusky (68) weiß - sich bereits für eine Ausrichtung des Kongresses 2003 beworben. Das scheiterte aber nicht zuletzt am Vorstandswechsel in der Gesellschaft. Reinhard Gusky könnte sich vorstellen, dass begleitend zum Kongress eine Ausstellung stattfindet. In deren Zentrum soll die Verbindung dreier Persönlichkeiten stehen: "Karl May - Sascha Schneider - Max Klinger, drei sächsische Griffelkünstler des Symbolismus". Max Klinger (1857-1920) war Freund und Mentor des Jugendstilmalers Sascha Schneider (1870-1927). Dieser wiederum war ein Freund Karl Mays, für den er die berühmten symbolistischen Titelbilder für die Bände der Reiseerzählungen gestaltete.
Gusky, ein umtriebiger Amateurforscher und Sammler zum Werk Karl Mays, besitzt selber einen reichen Fundus seltener Erstausgaben, Karl-May-Autographen und ist mit Willi Olbrich Autor des Buches "Auf Karl Mays Fährte". Dargestellt und kommentiert werden darin 350 historische Karten von Orten, die in Mays Leben eine besondere Rolle gespielt haben und teilweise vom Schriftsteller beschriftet und verschickt worden sind.
Ob Naumburg nun Austragungsort des Kongresses 2015 sein wird, steht, so KMG-Geschäftsführer Ulf Debelius, allerdings noch unter dem Vorbehalt der logistischen Realisierbarkeit. "Die letzten Kongresse, aber auch die bisherige Planung für den kommenden Kongress in Radebeul haben gezeigt, dass uns kleinere Kongressorte aufgrund der immer noch erfreulich hohen Teilnehmerzahl dann doch an Kapazitätsgrenzen bringen", so der Geschäftsführer.